Das große „Narrentheater“: Berlin probt den Ernstfall – mit 5,4 Milliarden und ohne Plan
Wer hätte gedacht, dass das Berliner Politik-Ballett noch steigerungsfähig ist? Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel nannte die aktuelle Koalition – man reibe sich die Augen: eine Schwarz-Rote unter Bundeskanzler Merz – jüngst ein „Narrentheater“, und diesmal muss man ihr fast dankbar sein für die präzise Wortwahl. Denn während im Bundestag eifrig das Haushaltsgesetz für 2026 durchgewunken wird, inklusive schlappen 5,4 Milliarden Euro für das Kanzleramt, debattiert man über die „großen Fragen der Zeit“. Offenbar gehören dazu vor allem die Frage, wie man Expertenmeinungen gekonnt ignoriert, wenn sie unbequem werden, und wie man Rentnergenerationen in den finanziellen Abgrund schiebt, während man selbst in Glanz und Glorie schwelgt.
Bundeskanzler Merz, dessen Kanzlerschaft anscheinend auch ohne ersten Wahlgang-Sieg ein Meisterwerk der deutschen Politikgeschichte darstellt, zeigt sich unaufgeregt. Unaufgeregt, während er mit seinen „Schwarz-Roten“ Koalitionskollegen im Koalitionsausschuss mal wieder feststellt, dass beim Rentenpaket irgendwie keine Einigung in Sicht ist. Aber warum auch? Schließlich weiß jeder, was die Experten vorschlagen würden – eine umfassende Rentenreform. Doch wer braucht schon Sachverstand, wenn man auch einfach so weiterwursteln kann, bis die Jüngeren dann die Zeche zahlen? Eine wahrhaft brillante Strategie, die das Vertrauen in die Politik so nachhaltig stärkt wie ein Papierschirm bei einem Herbststurm.
Und während Deutschland laut Weidel „in der Krise“ steckt und die sozialen Sicherungssysteme angeblich kollabieren, wird fleißig über das „Bürgergeld“ als „Migrantengeld“ lamentiert. Man fragt sich, ob die Mächtigen in ihren Elfenbeintürmen überhaupt noch den Unterschied zwischen Politik und PR-Veranstaltung kennen. Das Volk soll lachen, am besten aus Wut, während die „Narren“ auf der großen Bühne des Bundestages eine Vorstellung geben, die selbst dem absurdesten Theaterstück Konkurrenz macht. Hauptsache, der Vorhang fällt pünktlich zum nächsten Talkshow-Termin. Deutschland, du bist ein Drama – und wir sind mittendrin, ob wir wollen oder nicht.
Bild: Pixabay / ptra
Report (28.11.2025) – Hofnarr




